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M.A.R.A.-plus®-Apparatur
(8 Bauteile digital konstruiert)

M.A.R.A.-plus®-Apparatur
(16 Bauteile digital konstruiert)

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Online-Schulungen
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Nehmen Sie an einem Live-Training teil und lernen Sie den Umgang mit M.A.R.A. plus® – inkl. praxisnaher Tipps für Planung und Anwendung.
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Erhalten Sie individuelle Hilfe bei Planung, Konstruktion oder Eingliederung Ihrer M.A.R.A. plus®-Fälle – flexibel und direkt.
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Präsenzschulungen & Workshops
Tageskurs in Ihrer Praxis – auf Anfrage
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FAQ zur M.A.R.A.- und zur M.A.R.A.-plus®-Apparatur
Die M.A.R.A. (Mandibular Anterior Repositioning Appliance) ist eine festsitzende funktionskieferorthopädische Apparatur zur Korrektur skelettaler und dentaler Klasse-II-Distalbisse. Sie wird an den ersten Molaren verankert und führt den Unterkiefer über die Interaktion von Elbow (Oberkiefer) und Lower Arm (Unterkiefer) schrittweise nach ventral.
Die Funktionsarme stehen im 90°-Winkel zur Okklusalebene, berühren sich nur beim Zubeißen und erzeugen intermittierende, physiologische Vorschubkräfte. Die Vorverlagerung erfolgt über Distanzhülsen in 1–4-mm-Schritten alle 4–6 Wochen.
Das M.A.R.A. wurde in den 1990er-Jahren von Dr. Douglas E. Toll (Bad Soden am Taunus) entwickelt und 1998 zusammen mit Dr. James A. Eckhart (Kalifornien) in den USA patentiert. Das Patent basierte vor allem auf der charakteristischen 90°-Ausrichtung von Elbows und Lower Arms. Der Vertrieb erfolgte über Ormco und AOA, wobei der Hauptmarkt in den USA lag.
Das M.A.R.A. plus® ist die digitale Weiterentwicklung der klassischen M.A.R.A.-Apparatur. Es basiert auf einem modularen 8- bzw. 16-Bauteile-Konzept, wird CAD/CAM-basiert konstruiert und anschließend im 3D-Druckverfahren (selektives Laserschmelzen, SLM) gefertigt.
Zwei spezielle Software-Patches ermöglichen die effiziente und patientenindividuelle Gestaltung in OnyxCeph.
Das Design folgt dem Prinzip „weniger, aber besser“ und erfüllt höchste Ansprüche an Stabilität, Benutzerfreundlichkeit, Hygiene, Ästhetik und Komfort. Das M.A.R.A. plus® ist vielseitig einsetzbar, leicht an unterschiedliche klinische Situationen anpassbar und bietet eine kurze Lernkurve sowie reproduzierbare, vorhersehbare Behandlungsergebnisse bei Klasse-II-Patienten aller Altersgruppen.
Dank digitaler Konstruktion steigert das M.A.R.A. plus® die Effizienz und Designqualität, verbessert die Dokumentation und ermöglicht präzise, maßgeschneiderte Lösungen.
Wir gehören zu den erfahrensten M.A.R.A.-Anwendern im deutschsprachigen Raum. Seit über 20 Jahren arbeiten wir klinisch mit der Apparatur und haben gemeinsam rund 1.000 M.A.R.A.-Fälle behandelt. Unsere Expertise basiert direkt auf der Schule des Erfinders Dr. Douglas E. Toll, bei dem wir einen wesentlichen Teil unserer Facharztausbildung absolviert haben.
Seit 2009 vermitteln wir unser Wissen in Workshops und Vorträgen und treiben die Weiterentwicklung der Apparatur aktiv voran. 2022 brachten wir die erste digitale M.A.R.A.-Version in den klinischen Einsatz und haben das M.A.R.A. plus® seither durch mehrere Evolutionsstufen zur heutigen marktreifen Version optimiert.
Kurz gesagt: Wir vereinen jahrzehntelange klinische Erfahrung, direkten Zugang zur Originallehre und führende Innovationsarbeit – und gehören damit zu den wichtigsten Experten für das M.A.R.A. plus®.
Die M.A.R.A.-Apparatur kommt ohne schiefe Ebene und ohne intermaxillären Verbinder aus, ist an den ersten Molaren verankert und erfordert im Unterkiefer einen Lingualbügel. Sie ist flexibel kombinierbar (TPA, GNE, bukkal/lingual Multiband) und lässt sich ohne festes Behandlungsschema individuell einsetzen. Eine schrittweise Bisslageeinstellung in Klasse I sichert Komfort und minimiert Nebenwirkungen
Das M.A.R.A. führt den Unterkiefer schrittweise aus der habituellen Okklusion in eine stabile Klasse-I-Position. Da die Apparatur weder eine schiefe Ebene besitzt noch intermaxillär verbunden ist und Elbow sowie Lower Arm strikt vertikal ausgerichtet sind, muss der Patient den Unterkiefer zunächst bewusst nach vorn führen, um Kollisionen zu vermeiden. Anschließend unterstützt die propriozeptive Muskelreaktion durch wiederholte Kontakte („Kollisionen“) das Erlernen der neuen Position. Im weiteren Verlauf erfolgt eine neuromuskuläre Umprogrammierung, sodass der Unterkiefer die anteriore Bisslage selbstständig und stabil einnimmt. Nach etwa neun Monaten wird die neue Position durch Fossa-Kondylus-Remodellation und eine gefestigte Klasse-I-Okklusion dauerhaft stabilisiert.
Das M.A.R.A. ist ein vielseitiges Instrument zur Korrektur symmetrischer und asymmetrischer Klasse-II-Malokklusionen, ohne die Okklusionsebene zu beeinflussen. Durch seine einfache, flexible Konstruktion lässt es sich an unterschiedliche klinische Situationen anpassen und es kann sowohl im frühen Wechselgebiss als auch im bleibenden Gebiss bei Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt werden.
Weiterhin dient das M.A.R.A. als zuverlässiges Verankerungsinstrument – ähnlich einem Headgear –, um proklinierte Oberkieferfronten zu reponieren, Klasse-I-Molaren zu stabilisieren und Verankerungsverluste, etwa bei Extraktionsfällen, zu vermeiden.
Insgesamt kann das M.A.R.A. überall dort effektiv eingesetzt werden, wo Klasse-II-Malokklusionen bestehen oder sich im Verlauf einer Behandlung entwickeln.
Das M.A.R.A. arbeitet ohne starre Verbindung zwischen Ober- und Unterkiefer – es wirken nur intermittierende Kräfte. Dadurch erfolgen die Anpassungen physiologisch (ca. 1 mm Aktivierung alle 4–6 Wochen), was für Patienten deutlich angenehmer ist und weniger Nebenwirkungen verursacht.
Biomechanische Vorteile des M.A.R.A.:
- Parallele Kraftlinie zur Okklusionsebene und Angriff nahe am Widerstandszentrum des unteren ersten Molaren → stärkere Verankerung und posterior orientierte Kraftwirkung.
- Beim Herbst verläuft die Kraftlinie schräg, greift weiter mesial an und führt zu geringerer Verankerung.
- Studien zeigen, dass die Herbst-Apparatur eine UK-Frontproklination von Ø 3,2 mm aufweist, das M.A.R.A. dagegen nur Ø 0,7 mm.
- Weniger Intrusion der oberen Molaren als bei Herbst-Systemen.
- Gute dentale Effekte: Ø 2,4 mm Molaren-Distalisierung, minimale Belastung der UK-Front (< 1 mm).
Weitere Vorteile gegenüber Herbst und Derivaten:
- Keine intermaxilläre Verbindung → keine „Jumping-the-bite“-Mechanik.
- Geringeres Risiko für eine clockwise-Rotation der Mandibula und eine Steilstellung der Okklusalebene, was besonders bei vertikalen Gesichtstypen und Gummy-Smile-Patienten von Vorteil ist.
- Gut geeignet bei asymmetrischen Fällen, da die Okklusalebene nicht gekippt wird.
- Deutlich geringere Frakturanfälligkeit der Apparatur.
Kurz gesagt:
Das M.A.R.A. ist biomechanisch stabiler, angenehmer zu tragen, verankerungsstärker und zeigt weniger unerwünschte Nebenwirkungen als die Herbst-Apparatur und ihre Derivate – und bietet dabei sehr gut vorhersagbare Behandlungsergebnisse.
Das M.A.R.A. plus® ergänzt die Lingualtechnik ideal: Es bleibt im Lächeln praktisch unsichtbar und wirkt biomechanisch synergetisch, da der linguale Kraftansatz hinter dem Widerstandszentrum liegt und so die typische Proklination der UK-Front reduziert.
Kontraindikationen bestehen bei akuten Kiefergelenkbeschwerden, ausgeprägten myoarthropathischen Symptomen sowie bei mangelnder Mundhygiene oder erhöhter Kariesanfälligkeit. Vorsicht ist auch bei vertikalen Dysgnathien mit Tendenz zum offenen Biss geboten. Ebenso sollte das M.A.R.A. bei stark ausgeprägten skelettalen Diskrepanzen mit OP-Indikation nicht eingesetzt werden.
Nein. Das M.A.R.A. plus® folgt keinem starren Behandlungsschema, das M.A.R.A. plus® ist in allen Behandlungsphasen und Altersgruppen flexibel einsetzbar. Es kann sowohl in der ersten Behandlungsphase als auch in der zweiten Phase während der Nivellierung mit Brackets genutzt werden. Brackettypen und Bogensequenzen sind frei wählbar.
Empfehlungen für einen optimalen Behandlungsverlauf:
- Transversale Enge des Oberkiefers vorab korrigieren.
- Erste Molaren im OK und UK aufrichten und Rotation beheben.
- Retroinklinierte Oberkieferfront aufrichten.
- Ausgeprägte Speekurven vor M.A.R.A.-plus®-Einsatz nivellieren.
- Anteinkliniert stehende UK-Frontzähne aufrichten und Engstände lösen.
Das M.A.R.A. plus® nutzt eine konsekutive Bisslageeinstellung, bei der der Unterkiefer in kleinen, kontrollierten Schritten vorverlagert wird.
Das ist wichtig, weil es:
- Muskulatur und Kiefergelenke schont,
- Überbelastungen vermeidet,
- eine präzise, reproduzierbare Feineinstellung ermöglicht und
- zu einer stabilen, langfristigen Endbisslage führt.
Kurz:
Schrittweise Einstellungen sind sicherer, verträglicher und stabiler als eine einmalige große Lageänderung.
- kontrollierbare Unterkieferposition
Die M.A.R.A. plus® ermöglicht eine schrittweise, reproduzierbare Einstellung der Unterkieferlage. Gerade in Extraktionsfällen, in denen der Biss oft instabil oder noch nicht vollständig aufgestellt ist, erlaubt diese kontrollierte Führung eine exakte Feineinstellung der sagittalen Relation. - Stabilisierung während der Lückenschließung
Bei Extraktionen wandern Zähne, Kräfte ändern sich und Okklusionsverhältnisse sind im Umbau. M.A.R.A. plus® stabilisiert die Unterkieferposition während dieser Phase und verhindert unerwünschte Rückbewegungen. - Unabhängigkeit vom Okklusionsniveau
Weil M.A.R.A. plus® nicht auf perfekte Okklusionskontakte angewiesen ist, funktioniert sie auch dann zuverlässig, wenn der Biss durch Lückenschluss oder Zahnbewegung noch nicht final abgestützt ist.
- Justierbare laterale Führung
Durch die modularen Komponenten (z. B. Distanzhülsen) kann die Unterkieferlage sehr fein und seitenunabhängig eingestellt werden.
Das ist ein großer Vorteil bei asymmetrischen Fehlstellungen, die eine differenzierte seitenspezifische Anpassung benötigen. - Zentrierung des Unterkiefers
Asymmetrien sind oft muskulär oder funktionell bedingt.
Die schrittweise, geführte Einstellung hilft dabei, den Unterkiefer allmählich in eine symmetrische, reproduzierbare und stabile Position zu führen, ohne das Kiefergelenk zu überlasten. - Adaptation ohne Überbelastung
Gerade bei asymmetrischen Gelenk- oder Muskelverhältnissen wären abrupte Lageänderungen problematisch.
M.A.R.A. plus® verhindert dies durch die progressive, physiologische Anpassung.
Fazit:
Die M.A.R.A.-plus®-Apparatur ist bei Extraktions- und asymmetrischen Fällen besonders geeignet, weil sie eine kontrollierte, schrittweise und sehr präzise Einstellung der Unterkieferlage ermöglicht – unabhängig vom aktuellen Okklusionszustand und mit seitenindividueller Anpassbarkeit. Dadurch wird die Unterkieferposition stabilisiert, und funktionell verträglich eingestellt, selbst in komplexen Behandlungsverläufen.
- Präzise digitale Planung der Unterkieferlage
Mit OnyxCeph kann die gewünschte Unterkieferposition vorab exakt digital simuliert und direkt in die M.A.R.A.-plus®-Konstruktion übernommen werden. Dadurch entsteht eine klar definierte funktionelle Ausgangsbasis für die gesamte Alignertherapie. - Stabile Führung des Unterkiefers durch M.A.R.A. plus®
Während die Aligner die Zähne bewegen, hält M.A.R.A. plus® die Unterkieferlage stabil. Das verhindert Passungsprobleme der Aligner und ermöglicht eine zuverlässige dreidimensionale Zahnbewegung. - Reproduzierbare Schritt-für-Schritt-Anpassung
Die konsekutive Einstellung der Unterkieferlage durch M.A.R.A. plus® erfolgt kontrolliert und reproduzierbar. OnyxCeph kann diese Zwischenpositionen genau berücksichtigen, sodass die Aligner immer zur aktuellen Bisslage passen. - Durchgehend digitaler CAD/CAM-Workflow
Sowohl M.A.R.A. plus® als auch die Aligner werden digital konstruiert. Das sorgt für hohe Präzision, konsistente Planung und eine optimale Abstimmung der beiden Systeme.
Kurzfazit:
Die Kombination aus M.A.R.A. plus®, Alignern und OnyxCeph ist besonders effektiv, weil M.A.R.A. plus® eine stabil geführte Unterkieferlage schafft und OnyxCeph die digitale Planung exakt darauf abstimmt. Dadurch bewegen sich die Aligner kontrolliert in eine vorhersehbare, funktionell gesicherte Relation.
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